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Reise auf Feuerland und Patagoniens Grenzgänge durch Chile

Früh Morgens, während andere noch feiern, neuer Rekord 4:00, gehe ich zu Fuß durch die klare Nacht mit Sichelmond und Sonnenaufgang am Horizont zum Busbahnhof. Durchs weite Feuerland geht die Reise heute bis nach EL Calafate in der Provinz Santa Cruz in Argentinien. Dabei kreuze ich durch Chile und lasse seltsame Grenzbestimmung zwischen Nachbarländern über mich ergehen, so dürfen keine frischen Früchte, Gemüse, Fleisch und Milchprodukte nach Chile importiert werden.

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Die Landschaft ist die beste Entschädigung für eine 18-stündige Busreise mit zwei Bussen. Zu Beginn die Berge, Schneegipfel und Buchten der Fiorde. Dann verändert sich die Landschaft, wird flacher und hügeliger mit Rinder- und Schafsherden in Patagonien mit Wasserlöchern bis zur Überfahrt über den Kanal zum Festland in Chile. Das karge Gras und die Schattierungen der Brauntöne, die unendlichen Weiten und Gasraffenerien. Die Sonne taucht das Land in ein unglaubliches Lichtspiel. Super Bonito!

Posted 9 years, 8 months ago.

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Setzt die Motorsegel “Beagle-Kanal-Trekking-Tour” auf der Isla “H” und im Nationalpark bis zur Grenze Chiles

Früh Morgens geht es los, eine Motorsegeltour auf der Tres Marias im Beagle Kanal. Wir sind eine kleine Crew, der Käpten, unser Guide, Magda (Holland), Maria (Spanien) und ich (die drei “M”s auf der Tres Marias wie im Bilderbuch).

Während wir auf die Vogelinsel zusteuern trinken wir Mate wie echte Seefrauen und Seemänner Argentiniens. Der wolkenverhangene Himmel zaubert eine mystische Stimmung. Die Vögel auf der Insel sind laut und eifrig am Werk Sardinen heranzuschaffen. Die Seelöweninsel ist ebenfalls voller Leben und Machos (Männchen) die sich zwischen den trächtigen Weibchen eins Gähnen, ein beeindruckendes Naturschauspiel. Wir steuern die Insel “H” zum Trekking an, benannt nach ihrer Form. Unser Guide erklärt uns die Fauna und Flora der Insel. Pflanzen, die einen UV Schutz entwickelt haben, in dem sie mit einem weißen Film überzogen sind. Algen, die wie Aloe Vera heilende Wirkung haben und als Gesichtsmasken verkauft werden liegen hier am Strand verteilt. Geflechte die zur Gruppe der Karotten zählen und nur 1mm im Jahr wachsen, Heidelbeeren und Kräuter die wie Sellerie riechen. Das Panorama ist unglaublich schön, auf der anderen Seite des Kanals liegt Chile. Wir hören auch Erzählungen über die Inselbewohner der alte Zeit, die Yamanas. Der letzte von ihnen starb vor ein paar Jahren und mit ihm auch die Sprache der Ureinwohner dieser Inseln und Buchten. Die Yamanas waren ein Bootsvolk, die kaum feste Behausungen hatten, die meiste Zeit verbrachten sie auf dem Wasser mit Jagen und Fischen. Ihre natürliche Körpertemperatur von 38°C ermöglichte leichte Bekleidung in dieser Witterung einzig durch Felle geschützt. Ihr Kulturgut wurde weitgehend vernichtet, wenige Weiße machten sich die Mühe ihre Kultur und Gebräuche zu studieren.

Bei der Rückkehr nach Ushuaia, lenke ich das Motor-Segelboot für einige Zeit und wir holen den Korb der berühmten Delikatesse, der Königs Krabben ein.

Zurück im Hafen streife ich durch den Ort und die vielen Trekking-Shops für alle möglichen Expeditionen unter anderem zur Antarktis.
Die ausführliche Literatur darüber hält einen stundenlang im Buchshop. Da ist man verführt doch die Expedition zu unternehmen, von Ushuaia sind es cirka 3 Tage per Schiff zur Antarktis.

Im Ort gibt es auch ein Nautica-Marine Museum im altern Gefängnis und die Militärbasis am Ende der Welt.

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Den letzten Tag am Ende der Welt verbringe ich im Nationalpark Tierra del Fuegos mit einem Trekking rund um die Bucht Lapataia. Das türkis-eisblaue Wasser und die grünen Wiesen erinnern an die Hochalpen in Österreich, dennoch ist nichts mit diesem Ort und der beindruckenden Schönheit zu Vergleichen. Der Duft der kühlen Luft ist einzigartig. Trotz Sonnenschein ist es kalt durch den eisigen Wind der heute bläßt, der Himmel ist klar, perfektes Wanderwetter.

Gegen Ende des Pfades gehe ich Links den Weg weiter und folge den Lagunen um die Bucht, dort sind auch die freien Campingplätze. Folgende Tiere und Naturschauspiele konnte ich heute auf meiner Wanderung sichten: Enten mit ihren Jungen, einen Bieber der im Gras nach Löwenzahn sucht und dann wieder in seinem Bau verschwindet, Wildkaninchen die sich in der Sonne baden und unglaubliche Geisterwälder und Moore. Trotz vieler Wanderer und staubiger Zufahrtsstraßen ist es leise und man taucht völlig in die Naturerlebnisse ein.

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Den Abend verbingen Mauro und ich wieder mit interessanten Gesprächen über seine Musik-Projekte und Argentiniens Geschichte. Eine genaue Zubereitungsanleitung für Mate nach Mauro-Art habe ich auch erhalten.

Schade das ich morgen schon wieder abreise, die Insel ist ein mystischer Traum voller Schönheiten und wunderbarer Menschen abseits der Trekking- und Touren-Touristen. I Like :) , mi gusto mucho!

Posted 9 years, 8 months ago.

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Bis an das Ende der Welt oder “der A…. der Welt” ist wunderschön.

Heute morgen noch im heißen Buenos Aires und jetzt in Ushuaia, der südlichsten Stadt der Welt. Nach einem kleinen Schläfchen im Flugzeug wache ich rechtzeitig zum Anflug wieder auf, ein Blick aus dem Fenster lässt meinen Atem stocken und ich zücke die Kamera. Die Bergspitzen, Wasserarme, Schneegipfel und eisblauen Bergseen sind atemberaubend. Perfektes Wetter, keine Wolken, freie Sicht und unglaubliche Schönheit zaubert ein Grinsen und Tränen in mein Gesicht. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass ich meinen Fuß mal auf dieses Stück Erde setzen werde.

Feuerland oder “Tierra del Fuegos” wurde von den spanischen Eroberern so genannt, weil beim ersten Ansteuern der Küste in den Hügeln unzählige Feuerstellen zu sehen waren, die von den Einwohnern der Insel entzündet wurden.

Als ich den Flughafen mitten im Niergendwo verlasse, atme ich die frische nach Meer duftende Luft ein, die Berge vor mir sind an den Gipfeln mit Eis und Schnee bedeckt, die Sonne blendet meine Augen.

Zu Fuß wandere ich zu meiner neuen Residenz für die nächsten Tage die Küstenstrasse entlang nach Ushuaia Stadt. Mein neuer CS Freund Mauro ist super nett, begabter Freizeitmusiker und arbeitet als Teamleiter in der Abfallverwertung und Entkeimung in Ushuaia, interessante Sache.

Beim Spaziergang zum Irish Pub kann ich mich garnicht sattsehen wie schön es hier ist. Mauro, Hernan und ich nehmen die Scenic Routa über die Wiesen und Hügel an der gegenüberliegenden Seite der Stadt, die Bergkette im Hintergrund. In der Ferne über dem Wasser hallen Trommeln und erfüllen das Tal, die Dämmerung kommt über Ushuaia, es ist gegen 22:30 Uhr.

Im Pub probiere ich das lokale Bier “Beagle” benannt nach dem Canal Beagle, sehr lecker mit dem Sandwich Lomo (Rinderfilets) und Papas (Pommes) dazu.

Ich lerne einige Freunde von Mauro kennen, einer von ihnen ist Filmemacher und Mauro wird die Musik zum Film liefern. Ein gelungener Abend und nette Gespräche mit den beiden Brüdern aus Rio de Janero.

Den nächsten Tag verschlafe ich zunächst. Nach einigen organisatorischen Erledigungen für die Weiterreise packt mich die Wanderslust und ich besteige den Berg Richtung Glaciar Martial. Der Pfad führt durch den gespenstischen Wald mit trockenem Moos bewachsenen Bäumen. Einige der Bäume haben das Leben bereits hinter sich gelassen, wegen der kalten Witterung dauert der Zerfall jedoch sehr lange. Oft sieht man daher ganze tote Wälder mit kahlen fast weißen Baumstämmen. Ich besteige den Berg bis zu einem Aussichtspunkt von dem die gesamt Buch des Beagle Kanals um Ushuaia zu sehen ist. Ein wunderschöner Anblick, hinter mir rückt der Martial immer näher. Es ist kalt, aber die Sonne extrem stark, gegen 18:00 ist es noch immer taghell, dennoch kehre ich um. Auf dem Rückweg halte ich im teuren Teehaus und wärme mich etwas auf, jetzt schmeckt der Andentee besonders gut. Die Sonne hat mich ganz schön erwischt und macht mich schläfrig….weiter gehts die gewundene Straße entlang mit dem Bergkettenpanorama im Blickwinkel. Ein Freundenschrei stößt aus mir heraus, nein es gibt kein Echo.

Im Haus von Mauro hat sich die gesamte Band samt Fotografien zur Jamsession versammelt, ich bleibe kurz, sage “Hola”, höre dem Psychodelic Rock zu und hohl mir dann ein paar Empanadas und Blätterteigtaschen mit Topfencreme.

Mauro und ich plaudern dann noch ein bißchen, meist über Musik bis ich erschöpft ins Bett falle.

Posted 9 years, 8 months ago.

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Historische Hafenstadt Colonia und über das weite Land nach Montevideo

Bevor ich hier ankam, wusste ich so gut wie nichts über Uruguay. Das kleinste Land in Südamerika wurde nach dem Unabhängigkeitskrieg von Spanien als Pufferzone zwischen den Landesteilen Brasiliens und Argentiniens gegründet, um einen weiteren Konflikt zu vermeiden. Kulturell gesehen ähnelt es aber mehr Argentinien. Es gibt auch Gerüchte, dass der Tango eigentlich zuerst in Uruguay seine Ursprünge hat.

Die Kultur des Mate-Trinkens ist hier noch stärker zu finden als ich es bisher in Argentinien gesehen habe, wahrhaftig an jeder Ecke, Geschäft, Parkbank oder beim Gehen auf der belebten Strasse wird Mate zelebriert. Er hat seine Ursprünge bei den Gauchos die wiederum die getrockneten Blätter des Mate-Baums von den Guarani (eines der ältesten Völker Südamerikas) übernommen haben.

Nach dem zweiten Versuch den Rio de la Plata zu überqueren komme ich endlich in Colonia um 23:00 an, ich finde auch gleich das Hostel und mir ist noch immer etwas schlecht von der rassanten Überfahrt auf dem Katamaran. Am Mittwoch Vormittag durchwandere ich samt Rucksack die Altstadt des entzückenden Colonia mit seinen portugisisch anmutenden Gebäuden, Gasthäusern und Ruinen.

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Um 12:00 fahre ich dann mit dem Bus weiter nach Montevideo, soll heißen, ich dachte es wäre 12:00, leider hat mich niemand auf die Zeitumstellung aufmerksam gemacht und es war eigentlich schon fast 13:00. Der Busfahrer war aber so lieb und hat mein Ticket einfach ausgetauscht für den Bus um 14:00. Also warte ich eine weitere Stunde am Busbahnhof, was für ein Chaos hier. Im Nachhinein macht nun einiges von gestern Abend Sinn, hmmm. Lost in Time, das ist mir bisher auch noch nie passiert.

Dann geht die Reise los, die Landschaft ist irgenwie sehr ähnlich den Hügeln in Niederösterreich und zwischendurch hatte ich das Gefühl durch die Pusta in Ungarn zu fahren. Pferde, Kühe, Getreide und Mais prägen meinen Eindruck.

Montevideo – bis ich meinen Weg zur richtigen Kreuzung aus dem mächtigen Busbahnhof Tres Cruces gefunde habe dauert es, aber ich halte nun auch einen Stadtplan in meinen Händen. Mann, das ist heute nicht mein Tag.

Mein Couchsurfer Alexis ist super nett, gibt mir gute Tipps was ich in der kurzen Zeit alles tun kann in Montevideo und so spaziere ich wenig später bereits die Rambla entlang, sehr entspannend. Die Küstenstrasse ist eine beliebte Spaziergehmeile und wunderschön in der Dämmerung.

Abends essen Alexis und ich dann gemeinsam und das Couchsurfer Pärchen aus Berlin ist auch eingetroffen. Da stellt sich heraus, wir waren auf dem gleichen Boot gestern Abend, sie sind aber in Buenos Aires geblieben und haben den Bus heute hier her genommen.

Später spielen wir noch gemeinsam UNO.

Den ganzen nächsten Tag spaziere ich durch Montevideos Centro und Altstadt. Da ist auch ein Besuch im Gaucho Museum eine interessante Ergänzung für mein Unwissen über Uruguays Geschichte. Der Markt beim Hafen ist voll mit Touristen dennoch eine Augenweide für Fleischliebhaber die gegrillten und bruzelnden Würste, Hühnchen, Steaks und vieles mehr zu bestaunen.

Am Abend haben sich sämtliche Freunde von Alexis versammelt um ihren verrückten Trip um die Welt in 4-6 Monaten zu besprechen. Da werden Städte und Tage in die Runde geworfen, wer bietet mehr oder weniger in kurzer Zeit.

Der späte Abend endet dann wieder mit einer aufregenden Runde UNO.

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Da ist meine Zeit in Montevideo auch schon wieder vorbei und ich fahre zurück nach Colonia für eine weitere Nacht im Hostel bevor es zurück nach Buenos Aires geht. Fast hätte ich kein Bett im Hostel mehr bekommen, dann im Letzten findet sich doch noch ein Plätzchen für mich.

Die Reise mit der Fähre zurück war auch ganz interessant, als ich um 9:00 dort bin ist die Halle komplett leer. Ich wundere mich, auch an der Anzeigetafel gibt es heute kein Boot von Colonia Express, hmmm. Eine Engländerin hat das selbe Ticket auch sie wundert sich, kommen wir heute noch zurück?

Um 10:00 laut Ticket sollte das Boot ablegen. Durch Fragen stellt sich heraus, das Boot fährt erst um 11:00. Dann kommt mir die einzig vernünftige Erklärung, das Ticket hat nicht die Ortszeit von Uruguay, aber die von Argentinien, äußerst seltsam.
Um 11:45 legen wir dann tatsächlich ab.

Gaby heißt mich dann wieder willkommen, auch ich freu mich wieder in Buenos Aires zu sein. Ich schaffe es auch bis nach Chinatown. Sehr nett dort, besonders die asiatischen Supermärkte und Shops halten mich einige Zeit dort. Die kleinen Snacks sind super lecker schmecker und Karaoke dröhnt aus dem Zentrum Taiwans. Der peruanische Shop mit Räuchergut aus Peru, Mode und Gewürzen ist Mitten in Chinatown eine faszinierende Entdeckung.

Dann wird es Zeit von Buenos Aires Abschied zu nehmen, ich hab die Stadt und Freundschaft zu Gaby sehr genossen. Jetzt wartet aber ein Teil der Reise auf mich, den ich mir nie hätte Träumen lassen, Feuerland.

Posted 9 years, 8 months ago.

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Getragen von den “Guten Winden”

Relaxed ging der letzte Tag in Costa Rica zu Ende. Wieder nimmt mein Flugzeug den Weg über Panama City nach Buenos Aires. Um 6:30 Ortszeit (3:30 für mich) landet dann endlich der Flieger und ich nehme den öffentlichen Bus schon halb schlafend bis ins Zentrum zu meiner neuen Residenz für eine Woche bei meinem neuen CS Freund Gaby. Wir finden uns gleich von Beginn an sympatisch, Gaby ist wie ich (oder war) Webdesigner und arbeitet von zu Hause aus. Ich halte dann mal ein kurzes Schläfchen bevor ich meine neue Nachbarschaft auf der Av. Santa Fe erkunde. Mitten im Zentrum von Buenos Aires atme ich die guten Winde ein und die heiße Luft, denn es ist ordentlich warm hier und bis 20:00 heller Tag, das ist super angenehm.

Die ersten Tage verbringe ich mit Sightseeing in der ganzen Stadt und die ist wirklich beeindruckend und wunderschön. Ich lege die meisten Strecken zu Fuß zurück um die Atmosphäre einzusaugen. Es füllt sich an wie eine gute Mischung aus New York und Paris. Das Spanisch der Argentinier klingt wie Italienisch und es gibt unzählige Geschäfte, Restaurants mit Steaks, Pizza, Empanadas, Heladerias mit Dulce de Leche, Antiquitäten- und Buchläden die bis Mitternacht geöffnet haben, Mate an jeder Ecke. So und dann sind da die historischen Gebäude im Centro, eines prunkvoller, eleganter und mächtiger als das andere, Parks mit viel zuwenig schattigen Plätzen. Die Kunstgalerien und Museen in Recoleta sind gefüllt mit epochaler Kunst aller großen Meister aus Lateinamerika und Europa und moderner Kunst im Malba (Museo Arte Latino Buenos Aires). Es gibt unzählige Theater, Kinos, Oper, Musical, Tanz.

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Den etwas morbiden Friedhof mit Mausoleen aus Marmor eines neben dem anderen hab ich mir auch angesehen, dort ist auch das Grab von Eva Peron. Einige der einst reichsten Familien Argentiniens haben dort ihre letzten Ruhestätten, einige sehen so aus, als wären sie seit Jahrzehnten nicht mehr geöffnet worden, Spinnenweben verzieren die Türen, zerbrochenes Glas, rostige Blumengestecke und Holzsärge liegen in den Gruften aufgebahrt.

Die grüne Lunge von Buenos Aires bei Palermo, Las Canitas und Belgrano ist ein beliebter Ort am Wochende für diverse Freizeitgestaltungen. Vom Polo, über Golf und eleganten Tennisclubs zu Rosengarten, Bootsfahrt, Rollschuhfahren, Fussball, BMX-Tricks und Skateboarden tummeln sich die Leute im Park.

Im hippen Viertel San Telmo sind wunderbare Antiquitäten zu finden, wie bemalte Fliesen und Kristall. An den Tangobars, Retroshops und dem Markt an der Plaza Dorrego kann ich auch nicht einfach so vorbeigehen.

An den Abenden gehen Gaby und ich in sein Stammlokal, eine Bar mit Terasse, die einem seiner Freunde gehört, zum echten argentinischen BBQ home made im Haus seiner Freunde oder eine Geburtstagsfeier mit Hamburgesas vom Grill, der Sommer ist in Buenos Aires eingekehrt, die Nächte sind lang.

Ich probiere auch das Lieblingsgetränk in Buenos Aires, Fernet-Branca mit Cola.

Kurze Zwischensequenz – Zurück zum Start.
Zu dem Zeitpunkt als ich diese Zeilen schrieb setzte ich gerade über nach Colonia in Uruguay per Fähre. Ohne Ankündigung der Crew erfahre ich beim Anlegen der Fähre, wir sind wieder in Buenos Aires zurück wegen einer Maschinenpanne musste die Fähre umkehren. Zwei Stunden hat die Verzögerung bisher gedauert, nun legt das neue Boot, wie ich hoffe mit meinem Gepäck an Board wieder ab und versucht eine zweite Überfahrt über den Rio de la Plata, hmmm. Naja, dann werde ich in Colonia etwas später ankommen.

Zurück nach Buenos Aires, ich bin begeistert, die Stadt ist einfach toll. Die Straßen und Gebäude eindrucksvoll. Man mus einfach eine der breitesten Straßen der Welt einmal gesehen haben, die Av. 9 de Julio setzt sich aus 4 parallel laufenden Straßen zusammen. Jede hat starkes Verkehrsaufkommen aus einem Meer von Autos. Oder den Tango den ich aus einer Tanzschule beim vorbeigehen hören kann. Wenn du ihn suchst oder eben nicht suchst findet er dich.

Wie jede Großstadt gibt es auch hier Schattenseiten. Ich empfinde aber die Gesamtsituation nicht gefährlich, sicher es gibt Gegenden die man beser nicht in der Nacht durchwandert wie in La Boca und auch am Tag vorsichtig ist. Auch im Bus empfiehlt es sich den Rucksack wie bei vielen gesehen vorne zu tragen. Sonst kann man sich aber in den stark frequentierten Gegenden auch Nachts im Bus aufhalten. Es gibt eben auch viele Obdachlose und sozial geschwächte Menschen, die in den Straßen Leben, das ist nicht immer so einfach wegzustecken. So findet man Matratzen im Park und provisorische Behausungen in den Nischen der Gassen, Menschen ohne Schuhe mit vor Dreck oder Krankheit schwarzen Füssen und kaputter Kleidung. Jetzt ist es Sommer, schwierig wird die Situation für diese Menschen im Winter bei bis zu minus 5 Gad.

Als ich die Fähre besteige nach Colonia in Uruguay muss ich auch durch La Boca, es ist nichts passiert.

Die nächsten Tage werde ich in Uruguay besonders in Montevideo verbringen.
Dann kehre ich nochmals nach Buenos Aires zurück für 1 bis 2 Tage, falls ich Gaby noch nicht auf die Nerven gehe ;) . Dann geht es weiter per Flieger nach Tierra de Fuego (Feuerland, Ushuaia, die südlichste Stadt in diesem Erdteil), *freu*.

Posted 9 years, 8 months ago.

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Feliz año nuevo! Wohin solls gehen?

In meinem Kopf schwirrt es noch als ich am nächsten Morgen aufwache, einerseits bin ich zu erschöpft weiterzufahren, andererseits will ich Silvester nicht in San Jose verbringen. Ich entscheide mich erstmals für das free Pancake Frühstück, dass ich mit einer entzückenden Familie aus French Canada mit 4 Kindern genieße. Dann packe ich und beeile mich noch rechtzeitig zum Busbahnhof nach Puerto Viejo zu kommen, es sind ja nur 5 Stunden zur Karibikküste um zu Silvester am Strand zu sein. Ich ergattere noch ein Stehplatzticket im Sonderbus um 10:30. In letzter Zeit kommt meine Isomatte recht oft zum Einsatz, für Yoga und als Sitzunterlage im Behindertenbereich neben der Türe, den ich mit einem netten Tico aus der Gegend um San Jose teile. Da bleibt noch der Gedanke, ob am Tag zu Neujahr noch ein Bett für mich frei ist, ein hilfsbereiter Wahltico aus Vermont USA ruft für mich bei einer Cabina in Puerto Viejo an, für alle Fälle, sie haben noch ein Zimmer frei, juhu. So beginnt die wunderbare Reise über die Berge durch den Regenwald und den Tunnel hinüber zur Karibikküste. Ich bin so froh jetzt im Bus zu sitzen, entlang endloser Bananenplantagen, Kokospalmen und dann taucht das Meer neben mir auf, begleitet von Raggaeklängen fahren wir in Puerto Viejo ein.

Die relaxten Vibes springen auf mich über, auch im Hostel Pagalú meiner Wahl direkt im Ort am Puls des heutigen Geschehens ist noch ein Bett frei. Im Hostel gibt es heute ein gemeinsames Silvesteressen, genug Zeit auch noch etwas vorzubereiten und durch den Ort zu spazieren, Puerto Viejo gefällt mir. Es ist vielseitig, international und hat viel karibischen Einfluss. Das gemeinsame Buffett ist super lecker, roher Tuna, Salate, Fleischbällchen, Chili und Cocoskugeln, mmmh. Gemeinsam gehen wir dann zum Strand zur lautesten Disco und um 12 Uhr begleitet von Knallkörpern und Feuerwerk beginnt 2012.
Wir streifen durch die Bars mit House und Electro Music, Raggae, Salsa bis zu Goa Trance ist heute alles zu finden. Feliz año nuevo!

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Den Sonntag verbringe ich am Strand und mit Windowshopping der zahlreichen Shops, schade dass ich nix kaufen kann, wenn mein Rucksack nur größer und ich stärker wäre, ja dann…;).

Morgen geht’s wieder zurück nach San Jose für eine letzte Nacht und ich freu mich schon soooo auf Argentinien.

Posted 9 years, 8 months ago.

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Adios Ometepe y Hola Costa Rica-Tica

Wie schwer es mir auch fällt das Paradis im Regenwald auf Ometepe zu verlassen. Es war eine phantastische Woche hier, free Yoga jeden Tag und nette Leute. Ausflüge zum Ojo de Aqua (Auge des Wassers) und zur Meditations Gemeinschaft am Hügel mit Blick auf den Vulkan Conceptión, Geheimnisvoll versteckt.

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Am 30.12. um 4:30 gehe ich mit meiner Taschenlampe im schwachen Lichtschein die Steinwege entlang zur Strasse hinunter, beinahe hätte ich mich im Dunkeln wieder mal verlaufen. Der Bus zur Fähre kommt um 5:30, auch im Bus ist es noch stockdunkel, der Bus ist voll und ich stehe im Mittelgang begleitet von Salsamusik dem Morgengrauen entgegen. Am anderen Ufer wartet bereits der Bus nach Rivas, dort steige ich um nach Pinas Blancas Frontera (Grenzübergang nach Costa Rica). Es stehen wieder eine Menge Menschen am Grenzübergang, ein DJ hält die Leute mit Festtagsliedern bei Laune und zwei Frauen in Nicaragua Trachten tanzen dazu. Eine Stunde dauert es in etwa bis ich meinen Pass stempeln darf. Mein Grenzübergangskumpel aus Holland und ich gehen die paar Meter bis wir auf Costa Rica Boden stehen. Auch dort ist eine Schlange beim Schalter der Bussgesellschaft Deldu, ich bekomme ein Ticket für den Bus um 12:30, also eine Stunde Wartezeit bis zur Weiterfahrt. Dann habe ich jegliches Zeitgefühl verloren, zwischendurch hält der Bus für Polizeikontrollen und Menschen die im Bus Süssigkeiten, Essen und Getränke verkaufen. In der Abenddämmerung erreichen wir dann San Jose.

So, puhh. Der Tag war lang, ich suche mir noch was essbares auf der Avenida Central, plaudere mit einem Österreicher der gerade aus Wien angekommen ist und gehe dann nach der ersten heißen (ja die war brenn heiß) Dusche in 2 Wochen schlafen.

Posted 9 years, 8 months ago.

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Weihnachten geht weiter und warum Inseln magisch sind

Ausgeruht verbringe ich den sonnigen Vormittag mit Wäsche waschen bei den Freiluftduschen, Internet am Hotspot vor dem Baño (Bad und Klo) mit Vordach im Freien, das ist das seltsamste “Internetcafe” in dem ich bisher war ;) .

Wärenddessen läuft der Weihnachtslunch mit gegrilltem Schwein, Reis, Bohnen und Gemüse.

Die für heute geplante Jungel-Party mit Kostümen aus dem Regenwald viel dann irgendwie doch ins Wasser, nicht nur wegen des Regens zwischendurch, aber pünktlich zum Abendessen viel die Elektrizität zumindest in der gesamten Gegend um die Finca aus.

Mit einigen Leuten der Finca versuchen wir unser Glück im Morgans. Dort gibt es einen Generator, Licht, Snacks und Bier begleitet von netter Musik und es werden Bilder mit Pappkarton-Santa geschossen. Die Gespräche sind gut, ein angenehmer Abend in netter Gesellschaft. Auch dort fällt der Generator nach einiger Zeit aus und wir sitzen im Kerzenlicht, stimmen verschieden Weihnachtslieder an, manche klingen sogar ziemlich gut, manche auch weniger. Der Generator wird neu aufgefüllt, die Lichter gehen wieder an, die Stimmung hebt sich. Als Amelie, Jonas, se Holland Couple und ich dann im Zopilote ankommen geht das Licht im Dormitorio wieder an. Danke, so geht Weihnachten für diese Jahr zu Ende.

Am nächsten Morgen besuchen Amelie, Sina und ich die Gratis-Yogastunde, mmmh, so schön. Danach ist irgenwie Aufbruchstimmung angesagt. Ich wollte zuerst garnicht weg, hab mich aber dann doch für den Seeweg zur Grenze nach Costa Rica Los Chiles entschieden, es soll eine tolle Fahrt über den See und dann über den Fluss nach San Carlos sein. Sina fährt heute wieder zurück nach Granada und dann weiter nach Leon, wir verabschieden uns. Auf dem Weg zur Fähre erfahren Amelie und ich von den Einheimischen, dass es wegen des Feiertags heute doch keine Fähre gibt und die geht nur an zwei Tagen in der Woche. Etwas planlos sitzen Amelie und ich dann in Altagracia mit einigen anderen Reisenden die ebenfalls die Fähre nehmen wollten, ich bin unschlüssig ob ich mit dem Bus zur anderen Fähre nach San Jorge und Rivas fahren soll, warten oder wieder zurück zu El Zopilote. Die Insel will uns noch nicht gehen lassen, fühlt sich fast so an wie bei “Lost”. Es wird spät, eine Entscheidung muss her, es wird bald dunkel. Geänderter Plan, Amelie und ich kehren zurück zu Zopilote um noch mehr Gratis Yoga und Fincaleben zu geniessen. Costa Rica kann noch etwas warten, diese Woche muss ich jedenfalls wieder zurück nach San Jose in Costa Rica um dort Neujahr zu verbringen und meinen Flieger nach Buenos Aires zu erwischen. Die Regentage an der Karibikküste in Puerto Viejo, wie schön sie auch sein mag, fallen wohl dabei ins Wasser. Aber, wer weis was noch passiert in der letzten Woche dieses Jahr.

Posted 9 years, 9 months ago.

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Feliz Navidad! Die 3 Königinnen auf der Paradisinsel Ometepe

Um 7:00 Uhr Morgens beginnt die abenteuerliche Reise zur Insel Ometepe, alle drei hoffen wir dort noch Betten im Hostel einen Tag vor Weihnachten zu finden, ein schönes Plätzen im Paradis. Mit dem Bus fahren wir zuerst nach Rivas, von dort nehmen wir einen weiteren Bus (ja es gibt einen Mini-Van-Bus und man muss nicht ein Taxi nehmen, wie würden sonst die Einheimschen zu ihrer Insel kommen) nach San Jorge zur Fähre.

Das Timing stimmt und die Fähre legt kurz danach ab. Mit dem fetten Rucksack, Essenspaket und kleinen Rucksack klettere ich auf das oberste Deck der Fähre. Der Tag ist sonnig und die Überfahrt hat Wellengang. Der Flow zwischen Amelie, Sina und mir stimmt, als würden wir schon tagelang miteinander Reisen. Sina reist wie ich durch Central Amerika, ihre Reise hat in Mexiko begonnen über Guatemala nach Honduras und El Salvador. Auf der Busfahrt von Managua nach Granada ist sie auf Amelie gestoßen. Amelie ist Philosophie Lehrerin in einer Privatschule in Guatemala und derzeit im Urlaub.

Als das Boot anlegt fragen wir uns durch, checken Hostels in Moyogalpa aus und nehmen dann zu einem echt guten Preis ein Shuttle für jeweils 5 Doller zu einer Eco-Tourist Finca/Hostel El Zopilote mitten im Regenwald zwischen den beiden Vulkanen. Der Fahrer ruft dort für uns an, sie haben noch drei Betten frei, die Freude ist groß, das Abenteuer Ometepe nimmt seinen Lauf. Zopilote ist wunderschön. Zwischen der dichten Vegetation sind Hütten, Dormidorio, Küche, Duschen, Toiletten (Plumpsklo), Pizzaria, Aloevera-Garten, Yogaplatz und am Hügel im Freien ein Hotspot mit Wifi verstreut. Die kleinen Steinstege verbinden die einzelnen Stationen. Die Finca produziert Brot, selbstgemachte Pastasauce, Marmelade, Honigbier und vieles mehr. Irgendwie gibt es aber trotzdem nie genug Gemüse und Obst. Die Leute sind angenehm und die Atmosphäre sehr entspannt.

Am 24. Dezember morgens 8:00 besteigen wir mit einer kleinen Gruppe der Finca gemeinsam den Vulkan Maderas. Ein schwieriger Aufstieg für mich, durch den wunderbaren Regenwald klettern wir im Schlamm über Wurzeln und Steine stundenlang, ein fantastisches Erlebnis. Am Gipfel wartet eine Lagune auf uns, wir tauchen in die Wolken ein, es beginnt zu Regnen, eine willkommene Abkühlung an diesem schwülen Tag. Bei der Hälfte geben Sina und ich auf, mich stört es nicht, ich wollte nur den Hike im Regenwald. Der Rückweg ist rutschig und steil, bis wir wieder den Ausblick erreichen von dem aus der Vulkan Concepción und die beiden Ufer des Lake Nicaragua zu sehen sind. Es beginnt in Strömen zu Regnen.

Da wir nun alleine unterwegs sind, fällt der genaue Rückweg bis zur Finca nicht so leicht. Wir verlaufen uns, stapfen durch die Bananen Plantagen, wilde Wiesen mit Grapefruit Bäumen und erreichen dann doch so etwas wie eine Strasse. Dort treffen wir auf 2 Farmer zu Pferd und fragen nach dem Weg, fast richtig kehren wir um und folgen der Strasse in die andere Richtung. Erleichtert finden wir auf das Gelände zurück. Ausgepowered schäle ich mich aus den nassen Schlammschuhen, Socken und Hose.

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Für die meisten hier auf der Finca ist Weihnachten erst am 25. Dezember. Dennoch hat die Pizzaria geöffnet und es gibt echte italienische Pizza aus dem Steinofen, mmmh. In einer netten Runde bunt gemischter Nationen essen wir Weihnachtspizza und trinken große Flaschen Toña (Nicaragua Bier).

Gegen 21:00 folgt der Aufbruch zu einer Privatparty in der Nähe (45 Minuten Fußweg). Wie die Zwerge folgen wir den Steinwegen mit Taschenlampen hinunter zur Haupstrasse. Wir kreuzen den Weihnachts-Umzug der Dorfbewohner begleitet von Blasinstrumenten, Feuerwerk und Kindern mit Luftbalonen an langen Stäben. Ich halte mir wegen der Knaller die Ohren zu. Der Umzug kommt zum Stehen, wir bahnen uns den Weg daran vorbei und weiter gehts die Strasse entlang, eine kühle erfrischende Briese begleitet uns in der Dunkelheit und rechts von uns preschen die Wellen des Sees ans Ufer.

Als wir dann ankommen ist die Party bereits zum Stillstand gekommen, die letzten Gäste bereits weg. Dennoch werden wir von dem netten Nicaragua Paar herein gebeten und bleiben auf ein Plauscherl, Schokozuckerl, Pizza und Chai-Milch.
Die letzte Station auf dem Rückweg ist dann das Morgans. Ein weiteres Hostel und eine australisch geführte Bar. Es ist laut, die Stimmung biergetränkt, irische Weihnachtslieder dröhnen aus den Boxen, mir reicht es dann für heute und ich kehre zurück zur Finca Zopilote.

Die unterschiedlichen Weihnachtsfestivitäten waren aufregend und der Umzug der Dorfbewohner hat ebenfalls sein Ende gefunden, nachdem den ganzen Tag über von der Finca aus die Musik und Feuerwerk zu hören war.

Es ist nach 24:00, juhu es ist Weihnachten freut sich Sina neben mir.

Posted 9 years, 9 months ago.

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Folge den Spuren Granadas und den wilden Vulkanen in Nicaragua

Ich finde Granada gut, seine bunten Häuser, das geschäftige Leben am Markt, gepflegte Strassen und Restaurants, neu restaurierte Häuser und Kirchen, Granada hat Kultur.

Dafür habe ich mir das Museum des Centro Cultural Convento San Francisco angesehen. Das Kloster ist auch eines der ältesten Gebäude aus dem 16. Jahrhundert und wurde mehrmals von Piraten beraubt und niedergebrannt. Im 21. Jahrhundert wurde es zuletzt komplett restauriert. Im Inneren sieht man die verschiedenen Bau- bzw. Wiederaufbauphasen. Die Räume zeigen Ausstellungen über Maler Nicaraguas, Fotographien Granadas zwischen 1900 und 1930, Precolumbianische Steinfiguren, Wohnsiedlungen und Tongefäße. In der Kirche wird gerade die Weihnachtsgrippe mit Stoh geschmückt, das riecht herrlich.

Von der Erhöhung des Klosters sieht man den Vulkan Mombacho und über die Dächer der Stadt. Den Abend verbringe ich mit meinen drei Dormbewohnern aus Holland und Israel. Bei Cuba Libre, cubanischen Zigaretten, Keksen und Toast führen wir philosophische und skurile Gespräche bis wir um 3 Uhr ins Bett fallen.

Zeitig morgens um 8:00 frühstücke ich Gallo Pinto (Reis mit Bohnen) und Spiegelei mit Toast. Um 9:00 nehme ich den öffentlichen Bus zum aktiven Vulkan nach Masaya, circa 20 Minuten von Granada. Der Nationalpark hat mehrere Vulkanherde, einer davon speit noch immer eine Schwefelwolke aus. Die Luft ist heiß und bringt mich zum Husten. Ein toller Anblick und Ausblick über das gesamte Tal, den Lake Nicaragua und die Lagune bei Masaya. Im Touristenzentrum wird die Geschichte der Vulkane Nicaraguas, der Flora und Fauna, sowie der Tierwelt im National Park detailiert aufgezeigt. Bei einem kurzen Hike entlang eines erloschenen Vulkankraters treffe ich die beiden Mädels aus dem Hostel. Sina aus Canada, Amelie aus Frankreich und ich fahren dann gemeinsam nach Masaya Stadt und besuchen den Handcrafts Market. Der für Touristen geführte Markt ist schön, hat aber auch echte Krokodillederwaren und ausgestopfte Schildkröten. Auf der Suche nach dem Bus zurück nach Granada kreuzen wir auch den neuen Markt, dort kannst du alles kaufen vom Kanalrohr über Lebensmittel bis zur Piñata. Der chaotische Busbahnhof ist faszinierend und voller Menschen im vorweihnachtlichen Kaufrausch Nicaragua Stile.

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Beim Abendessen im Hostel berichten mir die Mädels von ihrem Plan Weihnachten auf der Insel Ometepe im Lago Nicaragua zu verbringen, ich entscheide mich mit ihnen zu kommen.

In der Imagine Bar gibt es heute eine Band, ja dort werden wirklich die Beatles gespielt, die Getränke sind uns jedoch zu teuer. Leider war der Tag der falsche, also keine Band und so gehen wir noch ins Irish Pub auf ein Bier, Wein, Smoothie und Cheese Cake. Wir treffen dort das andere Mädel vom Hike heute Nachmittag aus Marokko. Wir tauschen Reisegeschichten aus, wo es die schönsten Plätze und Inseln gibt, ein gelungener Abend und ein wunderschöner Tag beim Vulkan.

Posted 9 years, 9 months ago.

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