Getragen von den “Guten Winden”

Relaxed ging der letzte Tag in Costa Rica zu Ende. Wieder nimmt mein Flugzeug den Weg über Panama City nach Buenos Aires. Um 6:30 Ortszeit (3:30 für mich) landet dann endlich der Flieger und ich nehme den öffentlichen Bus schon halb schlafend bis ins Zentrum zu meiner neuen Residenz für eine Woche bei meinem neuen CS Freund Gaby. Wir finden uns gleich von Beginn an sympatisch, Gaby ist wie ich (oder war) Webdesigner und arbeitet von zu Hause aus. Ich halte dann mal ein kurzes Schläfchen bevor ich meine neue Nachbarschaft auf der Av. Santa Fe erkunde. Mitten im Zentrum von Buenos Aires atme ich die guten Winde ein und die heiße Luft, denn es ist ordentlich warm hier und bis 20:00 heller Tag, das ist super angenehm.

Die ersten Tage verbringe ich mit Sightseeing in der ganzen Stadt und die ist wirklich beeindruckend und wunderschön. Ich lege die meisten Strecken zu Fuß zurück um die Atmosphäre einzusaugen. Es füllt sich an wie eine gute Mischung aus New York und Paris. Das Spanisch der Argentinier klingt wie Italienisch und es gibt unzählige Geschäfte, Restaurants mit Steaks, Pizza, Empanadas, Heladerias mit Dulce de Leche, Antiquitäten- und Buchläden die bis Mitternacht geöffnet haben, Mate an jeder Ecke. So und dann sind da die historischen Gebäude im Centro, eines prunkvoller, eleganter und mächtiger als das andere, Parks mit viel zuwenig schattigen Plätzen. Die Kunstgalerien und Museen in Recoleta sind gefüllt mit epochaler Kunst aller großen Meister aus Lateinamerika und Europa und moderner Kunst im Malba (Museo Arte Latino Buenos Aires). Es gibt unzählige Theater, Kinos, Oper, Musical, Tanz.

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Den etwas morbiden Friedhof mit Mausoleen aus Marmor eines neben dem anderen hab ich mir auch angesehen, dort ist auch das Grab von Eva Peron. Einige der einst reichsten Familien Argentiniens haben dort ihre letzten Ruhestätten, einige sehen so aus, als wären sie seit Jahrzehnten nicht mehr geöffnet worden, Spinnenweben verzieren die Türen, zerbrochenes Glas, rostige Blumengestecke und Holzsärge liegen in den Gruften aufgebahrt.

Die grüne Lunge von Buenos Aires bei Palermo, Las Canitas und Belgrano ist ein beliebter Ort am Wochende für diverse Freizeitgestaltungen. Vom Polo, über Golf und eleganten Tennisclubs zu Rosengarten, Bootsfahrt, Rollschuhfahren, Fussball, BMX-Tricks und Skateboarden tummeln sich die Leute im Park.

Im hippen Viertel San Telmo sind wunderbare Antiquitäten zu finden, wie bemalte Fliesen und Kristall. An den Tangobars, Retroshops und dem Markt an der Plaza Dorrego kann ich auch nicht einfach so vorbeigehen.

An den Abenden gehen Gaby und ich in sein Stammlokal, eine Bar mit Terasse, die einem seiner Freunde gehört, zum echten argentinischen BBQ home made im Haus seiner Freunde oder eine Geburtstagsfeier mit Hamburgesas vom Grill, der Sommer ist in Buenos Aires eingekehrt, die Nächte sind lang.

Ich probiere auch das Lieblingsgetränk in Buenos Aires, Fernet-Branca mit Cola.

Kurze Zwischensequenz – Zurück zum Start.
Zu dem Zeitpunkt als ich diese Zeilen schrieb setzte ich gerade über nach Colonia in Uruguay per Fähre. Ohne Ankündigung der Crew erfahre ich beim Anlegen der Fähre, wir sind wieder in Buenos Aires zurück wegen einer Maschinenpanne musste die Fähre umkehren. Zwei Stunden hat die Verzögerung bisher gedauert, nun legt das neue Boot, wie ich hoffe mit meinem Gepäck an Board wieder ab und versucht eine zweite Überfahrt über den Rio de la Plata, hmmm. Naja, dann werde ich in Colonia etwas später ankommen.

Zurück nach Buenos Aires, ich bin begeistert, die Stadt ist einfach toll. Die Straßen und Gebäude eindrucksvoll. Man mus einfach eine der breitesten Straßen der Welt einmal gesehen haben, die Av. 9 de Julio setzt sich aus 4 parallel laufenden Straßen zusammen. Jede hat starkes Verkehrsaufkommen aus einem Meer von Autos. Oder den Tango den ich aus einer Tanzschule beim vorbeigehen hören kann. Wenn du ihn suchst oder eben nicht suchst findet er dich.

Wie jede Großstadt gibt es auch hier Schattenseiten. Ich empfinde aber die Gesamtsituation nicht gefährlich, sicher es gibt Gegenden die man beser nicht in der Nacht durchwandert wie in La Boca und auch am Tag vorsichtig ist. Auch im Bus empfiehlt es sich den Rucksack wie bei vielen gesehen vorne zu tragen. Sonst kann man sich aber in den stark frequentierten Gegenden auch Nachts im Bus aufhalten. Es gibt eben auch viele Obdachlose und sozial geschwächte Menschen, die in den Straßen Leben, das ist nicht immer so einfach wegzustecken. So findet man Matratzen im Park und provisorische Behausungen in den Nischen der Gassen, Menschen ohne Schuhe mit vor Dreck oder Krankheit schwarzen Füssen und kaputter Kleidung. Jetzt ist es Sommer, schwierig wird die Situation für diese Menschen im Winter bei bis zu minus 5 Gad.

Als ich die Fähre besteige nach Colonia in Uruguay muss ich auch durch La Boca, es ist nichts passiert.

Die nächsten Tage werde ich in Uruguay besonders in Montevideo verbringen.
Dann kehre ich nochmals nach Buenos Aires zurück für 1 bis 2 Tage, falls ich Gaby noch nicht auf die Nerven gehe ;) . Dann geht es weiter per Flieger nach Tierra de Fuego (Feuerland, Ushuaia, die südlichste Stadt in diesem Erdteil), *freu*.

Posted in tita-logue 7 years, 11 months ago at 02:06 AM.

1 comment

One Reply

  1. Hi sweet!
    Schöner Bericht und schöne Fotos. Solltest echt mal für die Zukunft schauen, dass Du Deine Berichte an Magazine verkaufst, besser kann man Reiseberichte nicht schreiben!!!!!
    Wenn ich mir die Fotos so anschau, erinnert es mich etwas an NewOrleans, die alten Häuser, der Friedhof, die Promenaden, Parks usw… Die eine große Strasse mit den Theatern und Kinos könnt man wirklich mit TimesSquare in NewYork vergleichen ;-)
    oh, da packt mich selbst wieder das Reisefieber, danke dass Du uns alle auf Deinen Reise mitnimmst ….

    kiss, miss you too

    love
    g


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