Einmal durch Chile rasen… äh reisen…oder so ähnlich

Es gibt in Puerto Montt eigentlich nicht viel zu sehen. Die Hafenstadt ist das Tor zum wilden Süden Chiles oder wie in meinem Fall schließe ich diese Türe jetzt und reise gehen Norden auf geplasterten Strassen und in einem wie ich sagen würde normalen Reisetempo bis nach Valdivia in der Seenregion Chiles.

Valdivia ist eine schöne Kleinstadt am Rio Calle Calle zur Mündung mit dem Rio Cau-Cau ins Meer zwischen Feldern, Obstbäumen und Wäldern. Ich verbringe dort zwei Tage und entspanne etwas am Campingplatz, nachdem ich in den letzten Tagen nur von einem Ort zum nächsten gezogen bin.
Am Fischmarkt beobachte ich das treiben der Seelöwen und Möwen, die sich die Fischköpfe aus dem Fluss fischen, welche die Fischhändler ins Wasser werfen. Ich genieße auch eine Suppe mit Meeresfrüchten und Cochayuyo (”Kraut des Wassers”), einer Algenart die hier überall zu sehen ist auf den Märkten, der Geschmack ist gewöhnungsbedürftig, faserig aber sehr interessant und wie ich nun nachgelesen habe sehr energiereich und enthält hochwertige Proteine. Die Alge wächst nur in den kühlen Pazifikgewässern hier im Süden und wird von den Mapuche Indianern seit Generationen geerntet und bildet einen wichtigen Teil ihrer Nahrung neben Mais und Getreidearten.

Im Park gibt es ein Chileno-Festival mit Kunstmarkt, Militärpräsentation und Rodeo. Die chilenischen Pferde, nun ja ich kenn mich da ja nicht so aus, sind eine schöne und starke Rasse. Für mich ziehmlich spannend als “falscher Gringo” dem Treiben und dem Bullen zuzusehen wie er von den Pferden in einem Schauritt durch die Arena geführt wird. Dazu gibt es klassische chilenische Folkloremusik, “Completos” (chilenische Hot Dogs mit Tomatensalat, Guacamole und Mayonaise), einen Kindervergnügungspark, Livepräsentationen von Bildhauern in Holz und Stein, Kunsthandwerk aus der Region und der Mapuche Kultur und “Mote con huesillos” (ein chilenisches Erfrischungsgetränk bestehend aus eingelegten getrockneten Pfirsichen in Zuckerwasser mit gekochten Weizenkörnern – klingt total seltsam, ist aber nicht schlecht muss ich sagen).

Mein Interesse an der Mapuche Kultur ist geweckt, in der Region um Temuco leben einige Chilenos mit Mapuche Kulturerbe. Am Lebensmittelmarkt in der Stadt verkaufen sie die Waren aus der Region. Gemüse, Käse, Obst und die größten Maiskolben die ich je gesehen habe. Das Museum war leider geschlossen, natürlich muss ich an einem Montag in Temuco sein, dem einzigen Tag an dem die Museen geschlossen haben, bäähhh heul.

Am Dienstag Morgen fahre ich dann weiter nach San Martin de Los Andes in Argentinien.

Posted in tita-logue 7 years, 10 months ago at 05:17 AM.

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