Intelligente Suche und das Semantik Web

Online Marketing 2012

Freitag, 28. März 2008

Intelligente Suche und das Semantik Web

ENDL beschreibt in einem Weblog die Ausgangsituation, wie Information im Internet verteilt ist, wie die Information von den Internet-Nutzern kategorisiert, gesucht und abgerufen wird, und wie die Information in einem weiteren Schritt weiter verarbeitet werden kann (ENDL 2007):

Viele Informationen und Beiträge lassen einen rasch den Überblick verlieren. In Zukunft werden über die semantische Suche und das Tagging Artikel beschlagwortet und anhand der Anzahl der Incoming-Links aus unterschiedlichen Quellen bewertet. Inhalte werden oft auch mehrfach publiziert oder individuell auf User-spezifischen Plattformen konsumiert. Sie können im Newsreader, in der eigenen individualisierten Startseite oder ins eigene Blog integriert werden. Mit RSS und JavaScript werden Blogeinträge heute bereits losgelöst vom Ausgangsblog gelesen und aufbereitet. Durch die Entkoppelung werden sich die Aufbereitung und die Verwertung von Inhalten und der Kommunikationsfluss verändern. So schreiben Autoren Artikel nicht mehr in ein Blog, sondern bedienen sich verschiedener Online-Dienste bei der Erstellung, Verwaltung und veröffentlichen der Inhalte oder knüpfen sie an beliebige Informationsknoten. Eine Zusammenstellung kann durch den Internet-Nutzer selbst oder einen unabhängigen Blog- oder Portalbetreiber erfolgen. Freigegebenen Inhalte können von jedem User auf seinem Miniportal verwertet werden, wie das bereits heute mit Bloglines oder via Google Startseite und Feed-Integration erfolgt. (ENDL 2006, http://www.drweb.de/weblog/weblog/?p=623, 17.1.2008). 

KOLLMANN (2007) beschreibt Möglichkeiten für die intelligente Suche, die zum Szenario von ENDL (2007) passen:

Es werden aktuell Konzepte erforscht und Standards und Technologien entwickelt, die Interpretation, Aggregation, Bewertung und den Vergleich von Informationen im Internet automatisieren. Der Austausch von Informationen zwischen verschiedenen Webplattformen soll damit ohne Verlust von semantischer Information (Bedeutung) möglich sein. Die Informationen sind dann auch für die Plattformen interpretierbar, für die die Informationen ursprünglich nicht generiert wurden, zum Beispiel also für Suchmaschinen und Marktplätze oder Anwendungen, die Informationen zusammenwürfeln ähnlich iGoogle (http://www.manager-magazin.de/it/gruender/0,2828,460741-2,00.html, KOLLMANN 2007, 19.1.2008).

Nutzer werden im Web der Zukunft Anfragen über semantische Konzepte stellen und in Wissensbeständen navigieren können. Anwendungen werden an einen bestimmten Kontext oder an eine bestimmte Situation adaptiert werden und somit scheinbar "intelligent" auf die jeweilige Situation reagieren, in der der Nutzer sich gerade befindet.

Die Vision eines intelligenten Internets ist allgegenwärtig. Es wird aber noch einige Zeit dauern, bis die entsprechenden Technologien und darauf aufbauenden Geschäftsmodelle beginnen, das Web wirklich zu revolutionieren. 2012 wird die Entwicklung noch nicht abgeschlossen sein.

Unternehmen können heute schon das Informationsbedürfnis der Kunden in den Mittelpunkt der eigenen Geschäftsidee rücken. Damit ist nicht nur die reine Personalisierung bereits bestehender Webangebote gemeint, denn diese erwartet der Kunde laut aktueller Studien ohnehin schon. Gemeint ist hier vielmehr der mögliche Wechsel von einem Angebots- zum Nachfragemarkt. Dann wird aus E-Business ein (M)E-Business. (M)E-Business ist ein Begriff von Internetforscher Andreas WEIGEND (KOLLMANN 2007) und wird im Kapitel Me- statt E-Business ab Seite 45 beschrieben.

MELWISCH formuliert im Interview: „Jene Werkzeuge werden sich stärker entwickeln, die einfache Lösungen im undurchsichtigen Dschungel der Informationen anbieten. Das Internet wächst exponentiell. Das Problem ist nicht die Verfügbarkeit der Information sondern die Information zu finden. Marketingwerkzeuge, die eine spezifische Lösung für den Konsumenten bieten im Sinn von Anwenderfreundlichkeit, Einfachheit werden in Zukunft vermehrt vorhanden sein. Jede Art von Kommunikation im Sinne von Werbung wird sehr viel stärker die Zustimmung des Konsumenten brauchen. Ungefragte Werbung wird nur mehr für die Leute relevant sein, die sehr wenig davon verstehen. Alle anderen werden Werbung herausfiltern und nur dann zulassen, wenn es einen Mehrwert gibt. Man muss nach und nach damit rechnen, auch in Österreich. Das sind Entwicklungen die man sich bei Unilever sehr konkret anschaut“ (Interview MELWISCH).
Geschrieben von Admin in Suchmaschinen um 12:35 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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