Kommunikationswege

Online Marketing 2012

Kommunikationswege der Unternehmen

Mittwoch, 16. April 2008

Kommunikationwege und Unternehmen

Online-Marketing und Kommunikationswege der Unternehmen

Die soziale Entwicklung des Internets, gemeinhin als Web 2.0 bezeichnet, erfordert ein Umdenken bei den Unternehmen. Aus der heute noch weit verbreitenden Ein-Weg-Kommunikation in der klassischen Werbung wird im Internet ein Zwei-Wege-Dialog, der sogar in Echtzeit geführt werden kann. Weil die Kunden untereinander genauso kommunizieren wie die Unternehmen, kann Kritik an Produkten und Unternehmen für alle sichtbar geäußert werden.

 

 

Die Kommunikationswege C2C, C2B, B2C und B2B

 

Kunden übernehmen die Markenführung

Sehr deutlich hat RAPPOLD im Interview für die vorliegende Studie die Veränderung der Kommunikation ausgedrückt, die in den nächsten Jahren erst in Österreich von den Unternehmen wahrgenommen wird: „Die Idee, aus der sich Blogs entwickelt haben, ist, Konversation zu ermöglichen. Dazu gehört das Cluetrain Manifesto. Es hat als These „Märkte sind Kommunikation“. Wir beobachten, dass Unternehmen gar nicht wissen, dass da draußen über sie gesprochen wird. Was gesprochen wird, beeinflusst die Bewegung der Marke. Die Kontrolle und die Deutung der Marke ist schon längst an den aktiven Konsumenten übergeben worden und Kontrolle ist eine Illusion, die nur mit größtmöglichen Verdrängungsmechanismen aufrechterhalten wird“. Das Internet stellt hinsichtlich der Informationstransparenz für Marken mit emotionalen Funktionen keine Gefahr dar, aber für Marken mit rationalen Funktionen eine akute Gefahr (KLAMING 2007). KLAMING nennt in derselben Veröffentlichung mehrere Möglichkeiten Internet-Anwendungen für die Markenführung zu nützen, und zwar im Kontext des klassischen Marketings.

 

Die sozialen Netzwerke bieten die Möglichkeit zur C2C-Kommunikation, die auch reichlich genützt wird. C2B wird in Österreich kaum von den Unternehmen wahrgenommen. Die Analysemethoden werden kaum nachgefragt bzw. vom Management erst nach und nach als interessant eingestuft (Interviews von KORNFELD und SOUMELIDIS).

 

RAPPOLD formuliert weiter: „Wichtig ist die Entwicklung auf die nächsten 10 Jahre extrapoliert: Wir haben heute im Kontext von Web 2.0 und partizipativen Medienansätzen im Internet eine B2C-Welle, die sich manifestiert und YouTube, MySpace, Flickr und Co. Hunderte Millionen User sind 15-35 Jahre. Der größte Teil davon ist 15-25 Jahre alt und diese riesige Masse kommt in den nächsten zehn Jahren ins Berufsleben. Wenn diese Menschen in Unternehmen gehen, erwarten sie dieselben effizienten Formen von Kommunikation, Kollaboration und Zusammenarbeit. Das bedeutet ein enormer Veränderungsdruck für die Unternehmen. Das heißt, nach dieser B2C Welle werden wir nachgelagert eine B2B-Welle sehen. Die Tools von heute werden massiv Einzug finden im Corporate Kontext und im unternehmensinternen Einsatz und sie werden das Mindset des gesamten Unternehmens verändern und dazu führen, dass auch die Außenkommunikation sich maßgeblich verändert“.

 

Networking

 

Immer mehr Ich-AGs treten projektbezogen zu einem Unternehmen zusammen. Über Business Networks wie zum Beispiel Xing finden sich temporäre Geschäftspartner und gehen Kooperationen ein. Es wird auch zukünftig für mich als Unternehmen wichtig sein, die geeigneten qualifizierten Partner über Online-Netzwerke zu finden. Die Zahl der nutzwertigen Netzwerk-Angebote am Markt wird sich noch um ein Vielfaches erweitern (HADERLEIN 2006).

 

Personalmarketing

 

SCHWENK formuliert in seinem Blog die Zukunft für das Rekrutieren von Personal (SCHWENK 2007b):

In naher Zukunft werden Online-Stellenbörsen Anwendungen schaffen, die sich die User in ihre Social Network Profile einbinden können wie bei Facebook. Auf diese Weise kann man sich dann ganz nebenbei laufend über neue Stellenangebote informieren und bekommt dazu nur solche Angebote gezeigt, die auf das individuelle Profil passen.

Wenn aber KMUs sich aufgrund des demografischen Wandels zunehmend schwer tun, ihre Stellen insbesondere in den technischen Bereichen (Facharbeiter, Ingenieure) zu besetzen, nützen Plattformen wie Xing oder Facebook nicht.

Es empfiehlt sich nicht nur auf Stellenanzeigen zu setzen, sondern auch Kontakte zu den Hochschulen aufzubauen. Mittelständische Unternehmen werden sich darüber hinaus auch auf die Ebene ihres Nachwuchses begeben und den Kontakt im Web 2.0 suchen müssen.

KMUs sollten die Internetauftritte interessanter gestalten und dialogfähiger machen, dazu auch Videos im YouTube-Format drehen und im Web verbreiten. In den kommenden 5 Jahren werden sehr viele mittelständische Unternehmen den Weg ins Web 2.0 finden, weil sie sich technisch und kommunikativ nicht von ihrem Nachwuchs werden abkoppeln können. Und das Ganze hat noch eine weitere Dimension: Der internetaffine Nachwuchs wird auch im Betrieb selbst eine andere Dialogkultur und andere Arbeitstechniken einfordern. (SCHWENK 2007b)

 

Sowohl RAPPOLD wie auch SOUMELDIS weisen in den Interviews auf die Wichtigkeit des virtuellen Identitätsmanagements hin: Lebensläufe bilden sich im Internet ab und werden dort von potentiellen Arbeitgebern gesucht.

Geschrieben von Brigitte Brychta in Kommunikationswege um 22:32

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Mittwoch, 2. April 2008

Informationswege verlaufen B2C, C2C, B2B, C2B

Fast alle Unternehmen und rund dreiviertel an Privatpersonen haben Zugang zum Internet und somit die Möglichkeit, untereinander Informationen weiterzugeben. Im klassischen Marketing stehen Maßnahmen zur Kommunikation vom Unternehmen zum Kunden im Vordergrund. Im Unterschied zum klassischen Marketing kommunizieren im Internet alle und zwar nicht nur die Unternehmen zum Kunden (B2C) und umgekehrt (C2B), sondern auch die Kunden untereinander (C2C) und die Unternehmen untereinander (B2B).

Eine Folge daraus ist, dass die Kunden die Macht über die Markenführung übernehmen können. Unternehmen sollten darauf ihre Online-Marketing-Maßnahmen einstellen.

Geschrieben von Admin in Kommunikationswege um 16:28 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)

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