Individualisierung

Online Marketing 2012

Individualisierung und Personalisierung

Mittwoch, 16. April 2008

Me- statt E-Business

Der Begriff wurde vom Internetforscher Andreas WEIGEND geprägt und kann sowohl soziale Aspekte (WEIGEND) wie kommerzielle Perspektiven öffnen (KOLLMANN 2007, http://www.manager-magazin.de/it/gruender/0,2828,460741-3,00.html, 19.1.2008). Die "pauschale" Informations- und Angebotsflut in Datenbanken macht es dem Nachfrager oftmals unmöglich, ein dem individuellen Bedürfnis entsprechendes Angebot zu finden. Gut funktionierende Konfiguratoren zur Anpassung an Bedürfnisse mit maßgeschneiderten Angeboten auf Webseiten hält KOLLMANN für eine gute Lösung (KOLLMANN 2007). Es geht darum, das Bedürfnis selbst ("me"), elektronisch zu erfassen und zu befriedigen. Der Kunde möchte nicht lange und erfolglos auf verschiedenen Plattformen nach dem passenden Objekt suchen, sondern ein persönlich auf ihn zugeschnittenes Angebot haben.

Es wird also in Zukunft zunehmend wichtig sein, über so genannte Requestsysteme zur Erfassung der Nachfrage noch näher am Kunden zu sein. Ein Beispiel aus der Welt des (M)E-Business ist Askerus (www.askerus.de/travel/, 3.1.2008), ein innovatives Nachfragerportal für Urlaubsuchende aus Deutschland.

Hauptursache dafür ist die pauschale Angebotsflut, die es Nutzern aufgrund von Zeitaufwand und Reizüberflutung oftmals unmöglich macht, das passende Angebot zu finden. Aus dieser "Angebotsschwemme" entsteht auch für die Anbieter ein Weniger an "Wiedererkennungswert" und werden sie mitunter schlichtweg übersehen.

Bei Askerus rückt die Beratungsleistung wieder in den Vordergrund. Der Reisewillige kann über die spezielle Suchwunscherfassung detaillierte und individuelle Reise- und Urlaubswünsche ins Internet stellen und sich dann von assoziierten Reisebüros bzw. Reisevermittlern bis zu 15 persönliche Angebote zusenden lassen. Inwieweit dieses Konzept vom Markt angenommen wird, bleibt abzuwarten. Das Konzept unterstützt den User, sich bei der Flut der Informationen zurechtzufinden und kann auf andere Geschäftsbereiche umgelegt werden.

Innovative Geschäftsideen sind gefragt, bei denen der individuelle Nutzer mehr denn je im Mittelpunkt stehen wird (http://www.manager-magazin.de/it/gruender/0,2828,460741-3,00.html, KOLLMANN 2007).

Geschrieben von Brigitte Brychta in Individualisierung um 22:53

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Individualisierung und Personalisierung

BERMAN, BATTINO, SHIPNUCK und NEUS (2007) sagen in einer amerikanischen Studie über den globalen Werbemarkt für die nächsten fünf Jahre voraus, dass die Werber vom der Kommunikation mit dem Massenmarkt zu einer One-To-One Kommunikation kommen werden.


Usability und Permission-Marketing

Werbung, die erwünscht ist, wird gelesen: Permission-Marketing ist eine Einstellung zum Marketing (Interview KORNFELD). Permission-Marketing ist ein erwünschter Dialog, bei dem es um Werben und Verkaufen geht. Permission-Marketing wurde bereits vor wenigen Jahren mit Consumer Relationship-Management (CRM) und One-To-One Marketing als Trend der Zukunft identifiziert. Letztendlich bieten mehrere Marketingformen den Werbern die Möglichkeit sich mit ihren Botschaften individuell den Wünschen der Zielperson zu nähern. SCHWARZ hat im „Leitfaden Permission Marketing“ (2005) einige Beispiele veröffentlicht.

KORNFELD, STEINDL und STEPKE nennen Beispiele für Anwendungen im Internet, die userfreundlich sind und zusätzlichen Nutzen stiften: der Zinsrechner einer Bank (Interview KORNFELD), Zusatzinformationen im Kino auf einem mobilen Endgerät (Interview STEINDL), Plakatwände mit Bluetooth-Funktion (Interview STEINDL) und Mini-Webseiten mit Gadgets für diverse Anwendungen (Interview STEPKE).

Das Internet ist auch nicht mehr nur der „jungen“ Generation vorbehalten, immer mehr Pensionisten nutzen das Internet. SOUMELIDIS sagt: „Bei Microsoft kümmert man sich verstärkt darum, auch diese Generation zu informieren. Durch die Verbesserung der Usability, zum Beispiel bei Windows Vista oder Office 2007, ist es noch viel einfacher mit dem Produkt umzugehen. Die Programme zielen genau auf die Leute, die im Umgang mit Applikationen unerfahren sind. Der intuitive Umgang mit dem Produkt ist das Selbe wie im Online Bereich. Alles was intuitiv funktioniert, wo man keine lange Beschreibung braucht“, das hat für SOUMELIDIS Erfolg: „Komplexe Themen zu erklären, macht es Online sehr schwierig. Aber man hat da Audiofiles und Videofiles, diese Art der Informationsvermittlung die es viel einfacher macht, komplexe Themen zu erklären, als nur über den Content zu kommunizieren“, sagt SOUMELIDIS. (Interview SOUMELIDIS)

Ein weiteres Beispiel sind Applikationen direkt auf dem personalisierten Bildschirm. „Es wird Widgets geben, die man auf dem Desktop oder Startbildschirm einbindet, die mir einen Mehrwert stiften. Hier kann man sich den persönlichen Google Bildschirm zusammenbasteln und alles personalisiert einfügen - unter anderem kann man die Outlookmails und Kalendereinträge einpflegen sowie andere unzählige Dienste von News über Wetterberichte, Reisebuchungsplaner usw. Das wird sicher viel mehr werden und besser am Desktop und über den PDA“, sagt KORNFELD. (Interview KORNFELD). Windows Vista setzt bereits heute Widgets ein. Sie werden in Zukunft noch mehr werden, unter anderem im Einsatz als Webtops und plattformunabhängige Anwendungen.

STEPKE beschreibt im Interview die Möglichkeit individualisierter Websites. Sie werden möglich, indem sie mit dem Userverhalten verknüpft werden. Die Webseite wird für jeden individuell sein, ohne dass der User das merkt, anders als Amazon das heute macht. Der User kann künftig selbst Content miteinander verknüpfen. Flickr und Co ist heute nur für die Freaks, auch Web 2.0 nutzt heute noch nicht jeder, das wird 2012 einfacher werden. Es wird weit mehr geben, wenn die Interfaces besser werden zum Beispiel Gadgets mit Drag und Drop.

Geschrieben von Brigitte Brychta in Individualisierung um 22:51

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