Virales Marketing

Online Marketing 2012

Virales Marketing

Mittwoch, 16. April 2008

Virales Marketing

2012 werden Werbeformen zunehmen, die heute noch nicht als solche erkennbar sind. Dazu zählt virales Marketing. Es ist eine Komponente von Marketing, bei der User selbst aktiv werden und Informationen an Freunde weiter empfehlen. Dieses Prinzip wird heute noch viel zu wenig genutzt, es ist erstens schwer messbar und zweitens kaum steuerbar. Beispiele sind das Productplacement von Nike im Internet (Interview KORNFELD) oder das Moorhuhn von Johnnie Walker.

 

Das Prinzip des viralen Marketings könnte in Web 2.0 Plattformen übernommen werden, wie virale Messages oder Videos in Facebook, geposted auf Funwalls.

 

Mundpropaganda

Über Mundpropaganda (Word of Mouth Marketing), also ausgesprochene Empfehlungen, werden User zu Fürsprechern eines Produkts oder von Nachrichten. Wichtigste Trägermedien sind Weblogs mit Verlinkungsmechanismen und das E-Mail. Nachrichten verbreiten sich wie ein Lauffeuer über Communities. Nach der US Studie Sharpe-Partners leiten rund zwei Drittel der Internetuser mindestens einmal pro Woche ein E-Mail mit interessanter Nachricht weiter (HADERLEIN 2006). Bestes Mittel zur Kundenbindung und aktiven Beteiligung der Kunden ist es, die Kunden als Spezialisten an der Community und Kenner im Club zu beteiligen. In Österreich liegt die Beteiligung an viralen Marketing Aktionen noch weit hinten und kann bis 2012 steigen.

 

Buzz-Marketing als Online-Guerilla-Marketing

 

Beim Buzz-Marketing spricht bzw. schreibt man überall über ein Produkt, Thema oder ein Ereignis. Kunden oder Buzz-Agenten werden angeheuert, um das Thema unter die Leute zu bringen. Online wird die Botschaft über E-Mails oder Blogs verbreitet. Zum Leidwesen der Marketingverantwortlichen ist die Verbreitung bei Negativnachrichten in sekundenschnelle möglich.

 

Gezielte Aktionen werden von Guerilla Marketing Agenturen geplant und kommuniziert wie zum Beispiel von www.gorillasolutions.com. In Österreich werden derzeit noch wenig Guerilla Marketingaktionen durchgeführt. Immer mehr Agenturen entstehen und gehen mit ihren Kampagnen für ihre Kunden in Nischen hinein. Nur auffällige und innovative Kampagnen gemeinsam mit der Zielgruppe sind auch in aller Munde bzw. Blogs und verbreiten sich selbstzündend. Eine derartige Kampagne zu steuern ist schwierig, erfordert viel Feingefühl und Verständnis für gute Ideen und ist eine Herausforderung, das Ziel zu erreichen. Die Interviewpartner empfehlen Guerilla-Marketing für Nischenprodukte und das kleine Marketingbudget, aber nicht für Massen-Marketing .

 

Zukünftig wird es hierzu im Online Bereich mehr Erfahrungswerte geben, dennoch bleibt Buzz- oder virales Marketing eine individuelle Lösung in Nischen. In Österreich könnte dafür der Markt zu klein sein. Auch STEPKE sagt im Interview, er kennt keine nennenswerten viralen Marketingaktionen in Österreich.

Geschrieben von Brigitte Brychta in Virales Marketing um 22:49

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